Praxis auf Gottheiten

Mit Gottheit (Tibetisch: Yidam; Sanskrit: Ishtadevatâ) ist im Buddhismus nicht eine äußere von uns getrennte Wesenheit gemeint, sondern Gottheit steht für den vollkommen reinen Aspekt unseres eigenen Geistes. Wenn wir auf einen Yidam praktizieren, so üben wir uns darin, unser unreines und begrenztes Gewahrsein durch ein reines und offenes Gewahrsein zu ersetzen. Wir entwickeln das Gewahrsein der vollkommen reinen Weisheit oder die reine Sichtweise, wo wir sehen, dass alle Erscheinungsformen in ihrem Wesen vollkommen rein sind.
Was bedeutet die unreine Sicht durch eine reine Sichtweise zu ersetzen? Es bedeutet, sich in der Meditation darin zu üben, die gewöhnliche von Schleiern getrübte Wahrnehmung durch Weisheitsgewahrsein zu ersetzen.

 




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Praxis auf Gottheiten

Den Tod verstehen
In der Yidam Praxis arbeiten wir mit unserer Vorstellungskraft.
Auf der Ebene des Körpers stellen wir uns vor, dass die Welt ein reines Gefilde, eine Ausstrahlung vollkommenen Erwachens ist, und wir selbst und alle Wesen in diesem reinen Gefilde Weisheitswesen sind und der Ort, wo wir uns aufhalten, nicht ein gewöhnliches Gebäude ist, sondern ein vom erleuchteten Gewahrsein manifestierter Palast.
Auf der Ebene der Rede machen wir uns bewusst, dass alle Geräusche reine Schwingungen, der reine Klang des Mantra sind.
Auf der Ebene des Geistes nehmen wir unsere Gedanken und Gefühle als Spiel ursprünglicher Weisheit wahr. Das heißt wir machen uns bewusst, dass alle geistigen Regungen in ihrer Essenz Weisheit sind, und entwickeln so die reine Dimension des Gewahrseins.


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