Gendün Rinpotsche (1918 - 1997) war ein großer Meditationsmeister der Kagyü Schule. Er kam 1975 auf Wunsch des 16. Gyalwa Karmapa nach Europa und blieb hier bis zu seinem Tode, ohne auch nur einmal nach Indien oder Tibet zurückzukehren.

Während dieser Zeit lehrte er den Dharma in nahezu allen westeuropäischen Ländern. Anfang der 80er
Jahre kam Gendün Rinpotsche auf seinen Reisen auch mehrmals nach Münster und unterrichtete hier
den Dharma.

In Frankreich baute er in der Dordogne das Zentrum Dhagpo Kagyü Ling auf und gründete in der Auvergne acht Dreijahresklausur-Zentren, zwei Langzeitklausur-Zentren (12 Jahre und mehr) sowie ein Mönchs- und ein Nonnenkloster.


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Den Tod verstehen
Gendün Rinpotsche über sein Leben

Frage: "Rinpotsche, bitte erzähle uns deine Lebensgeschichte."
Rinpotsche: "Ich wurde von meiner Mutter geboren. Dann wurde ich ein Kind, dann ein Mann und dann wurde ich alt, und jetzt bin ich hier." (lacht)

Frage: "Hattest du nicht in den Jahren als junger Mann viele Hindernisse und Ablenkungen während des Meditierens?"
Rinpotsche: "Nein, denn ich hatte Unterweisungen erhalten, die mich zu verstehen befähigten, dass alles eine Manifestation des Geistes ist."
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